Bad-Kreuznach und Bad-Münster am Stein-Ebernburg.
,Die Bad-Kreuznacher Brückenhäuser stehen seit über 500 Jahren auf der steinernen Brücke die sich über Nahe und ihren Nebenbenarm den Mühlenbach spannt. Die Brückenhäuser sind das Wahrzeichen der Stadt.
Erbaut Ende des 15. Jahrhunderts bieten sie in Verbindung mit der Wasserfläche des Mühlenteichs einen malerischen Anblick. In den Abendstunden werden sie kunstvoll illuminiert.
Das heutige Stadtgebiet war schon zur vor- und frühchristlicher Zeit besiedelt. Die Römer bauten hier ein Kastell.
Die Bad-Kreuznacher Saline.
Zwei der 10 Gradierwerke stehen im Kurpark. Urkundlich wurden die Bad-Kreuznacher Salzquellen 1608 erwähnt. Urspünglich für die Salzherstellung benutzt, dienen sie heute der Behandlung von Rheuma und Atemwegserkrankungen.
Zusätzlich zu den Gradierwerken sind noch Brunnen aufgestellt die das Heilwasser zerstäuben und der Dampf inhalliert werden kann.
Frühstück und Rast im Weinpavillon.
Der Rosengarten im Kurpark.
Das Salinental: Europas größtes Freiluftinhalatorium.
Mit bis zu 8 Meter Höhe und ca. 1100 Meter Gesamtlänge bilden die Gradierwerke mit ihren Schwarzdornwänden heute imposante Denkmäler der Salzgewinnungsgeschichte in Bad-Kreuznach.
So funktioniert eine Saline. Das technische Verfahren - die Tröpfelgradierung - erlaubte auch aus Wasser mit einer sehr geringen Salzkonzentration Speisesalz herzustellen. Die Bad-Keuznacher Quellen weisen einen Salzgehalt von 10 Gramm pro Liter (1 bis 2%) auf. Die Ausfällung von Salz erfolgte aber erst ab 25%. Es war daher erforderlich, den Salzgehalt im Wasser zu erhöhen. Um 1 Kg Salz zu gewinnen müssen aus 100 Liter Wasser 98 Liter Wasser entfernt werden. Die Gradierwerke dienten diesem Ziel. Grad für Grad erhöhten sie den Salzgehalt. Daher Gradierwerke. Das salzhaltige Wasser aus den Quellen wurde mit Pumpen im Wasserantrieb auf die Gradierhäuser geleitet. Von dort rieselt die Sole über Schwarzdornwandflächen in die Auffangkästen am Fuß der Gradierwerke. Das Dornengeflecht löst das Rinnsal in unzählige Tropfen auf. Durch Verdunstung wird der Sole Wasser entzogen. Die Sole im Auffangbecken hat so einen höheren Salzanteil. Die einmalige Gradierung ist nicht ausreichend. Daher ist jedes Gradierwerk in 7 Abteilungen (Fälle) untergliedert. Sieben mal passiert das Wasser die Fälle.
Auffangbecken:
Noch Mitte des 1900. Jahrhunderts war die aufwändige Salzgewinnung durch Sieden wichtigster Wirtschaftsfaktor in Bad-Kreuznach. Bis durch Gewinnung von Steinsalz die Siedereien unwirtschaftlich wurden. Heute dienen die imposanten Gradierwerke im Salinental der Aufkonzentration der Sole und schicken eine frische Meeresbrise durch das größte Salinen Freiluft Inhallatorium Europas zwischen Bad-Kreuznach und Bad-Münster am Stein-Ebernburg.
Wasserantrieb für die Pumpen die das salzhaltige Wasser im Auffangbecken erneut auf die Gradierwerke pumpen.
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